Die HSG Kahl/Kleinostheim ging in der heimischen Waldseehalle früh in Führung, doch der OFC drehte die Partie schnell auf 1:3. Die Antwort der 94er folgte prompt: Mit vier Toren am Stück stellten sie auf 5:3. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gastgeber meist knapp vorne lagen (8:6, 10:9). Eine eigene Zeitstrafe brachte dann den ersten Bruch. In Unterzahl kassierten die 94er vier Gegentreffer in Folge und lagen beim 10:13 plötzlich mit drei Toren hinten. Die fällige Auszeit zeigte Wirkung: Mit drei Treffern in Serie glichen die 94er zum 13:13 aus. Bis zur Pause blieb es ein Kampf auf Augenhöhe. Zweimal zogen die Gäste auf zwei Tore davon (13:15, 15:17), zweimal kamen die 94er zurück. Mit 17:17 ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Offenbacher den besseren Start und zogen mit drei schnellen Treffern auf 17:20 davon. Die 94er ließen sich davon nicht beeindrucken, kämpften sich Tor um Tor heran und glichen zum 21:21 aus. Fast fünf Minuten fiel auf beiden Seiten kein Tor, dann brachte ein Siebenmeter den OFC erneut in Front. Nun drehten die 94er auf: Mit drei Toren hintereinander wendeten sie das Blatt. Beim 24:22 führten sie erstmals seit der ersten Halbzeit wieder. Diesmal überstanden sie auch eine Zeitstrafe schadlos und lagen beim 26:23 gut 13 Minuten vor dem Ende erstmals mit drei Toren vorne.
Doch dann kippte die Partie. Die Gäste verkürzten schnell auf 26:25. Beim 27:25 ließen die 94er einen Siebenmeter ungenutzt, und der OFC glich zum 27:27 aus. Ein verwandelter Strafwurf nach der Auszeit brachte zwar noch einmal die 28:27-Führung, doch anschließend trafen die Gäste viermal in Folge, das Tor zum 28:31 sogar in Unterzahl. Nach ihrer letzten Auszeit warfen die 94er noch einmal alles nach vorne und kamen auf 30:31 heran. Knapp eineinhalb Minuten vor Schluss bot sich per Siebenmeter die große Chance zum Ausgleich, doch der Ball fand nicht den Weg ins Tor. Stattdessen machte der OFC 49 Sekunden vor dem Ende vom Punkt alles klar.
Unterm Strich eine bittere 30:32-Heimniederlage in einem Spiel, in dem deutlich mehr drin gewesen wäre. Neun der letzten 13 Treffer erzielte der Gegner, und die beiden vergebenen Siebenmeter in der Schlussphase wogen schwer.
Es spielten: S. Hartig, Gesser, Becker, Durmic (1), Frenzel (1), N. Hartig (5), Jäger, Köhler (3/2), Kohlmann, Rödel (3), Schweedt (8/2), Sijan (2), Sobot (5), Ullmann (2), Wolfhagen 🔵⚪️

